Wie können wir das Problem des zunehmenden Verpackungsmülls aus dem Online Versandhandel lösen? Mit dieser Challenge starteten wir zu sechst in einem Kurs der Social Entrepreneurship Akademie München im Jahr 2018. Wir kommen alle aus verschiedenen Bereichen von Data Science und Ingenieurwesen über Webentwicklung, Design und Grafik bis hin zur Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft. Unsere Gemeinsamkeit ist der Spaß daran, Konzepte zur Lösung von gesellschaftlichen Herausforderungen mit unternehmerischen Ansätzen zu entwickeln.

Während des Kurses arbeiteten wir intensiv an der Idee, ein Mehrwegsystem für Versandverpackungen zu etablieren. Wir recherchierten zu Versandlogistik, schlüpften in die Rolle der Versender:in, Empfänger:in und sogar Paketzusteller:in und feilten an der perfekten wiederverwendbaren Versandbox. Dabei wollten wir sicher gehen, dass wir die wirkungsvollste, nicht aber die ausgefallenste, Lösung finden. Unsere erarbeiteten Hightech-Mehrweg-Verpackungsprototypen waren zwar sehr beeindruckend, aber sie würden viele Ressourcen für die Produktion benötigen. Um einen besseren ökologischen Fußabdruck als eine herkömmliche Verpackung zu erreichen, würden sie sehr viele Lebens- und Versandzyklen brauchen.
So kamen wir beim Prototyping der idealen Mehrwegbox immer wieder zu der Erkenntnis, dass die konventionelle Kartonverpackung doch nicht so schlecht ist:
Die entscheidenden Kriterien sind geringes Gewicht, Robustheit, ein günstiger Preis und platzsparende Lagerung. Das sind die entscheidenden Gründe, warum der Versandkarton so etabliert ist.

Schließlich mussten wir uns also die Frage stellen: Braucht es wirklich eine neuartige Verpackungslösung? Was wäre, wenn wir stattdessen herkömmliche Verpackungen für ein Mehrwegsystem nutzen könnten? Wir hatten uns zu einem eingespielten Team entwickelt und wollten diesen Ansatz unbedingt unter realen Bedingungen testen.


Das Versandexperiment

Wir starteten unser WeRePack-Experiment im Frühjahr und Sommer 2019 mit der Frage: Wie viele Versandzyklen kann ein herkömmlicher Versandkarton überstehen? Um das herauszufinden, schickten wir unsere Box im Frühling und Sommer 2019 los auf eine Reise quer durch Deutschland.

Wir kauften Porto, involvierten Freunde und Familie und schickten unser Paket durch die Republik. Von München nach Berlin, von Ost nach West, von Nord nach Süd. Insgesamt 10 Stationen hielt die Verpackung durch!
Unsere Erkenntnis: Die Qualität eines herkömmlichen Kartons ist viel zu gut, um ihn nach einmaligem Gebrauch einfach wegzuwerfen. Vielleicht muss es nicht 10 Mal sein, aber schon 2 oder 3 Versandzyklen reduzieren den Verpackungsmüll erheblich! Darüber hinaus haben viele Online-Shopper:innen in unseren Umfragen bestätigt, dass sie sich über den Verpackungsmüll ärgern, ihn als belastend empfinden und sehr gerne ihre Bestellung in einem bereits benutzen Paket empfangen würden.

Damit war unsere Idee für WeRePack geboren!

WeRePack bietet ein umfangreiches Konzept und Tools zur bequemen Einbindung eines Mehrwegsystems für Versandkartons in den üblichen Bestellprozess und schafft Aufmerksamkeit für das Problem, das wir lösen wollen.


Wir arbeiten weiter am Impact

405 Verpackungen
49.815 Liter Wasser
63.180 Gramm CO2
1,0 ausgewachsene Bäume
84% aller Bestellungen

Dank der teilnehmenden Webseiten, die regelmäßig die Anzahl ihrer Nutzer:innen-Zustimmungen mit uns teilen, können wir grob den Erfolg & Impact der Initiative messen.


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